Regulatorischer Druck verändert die Entwicklungsagenda europäischer Wärmepumpen-OEMs. Die EU-F-Gas-Verordnung und globale Verpflichtungen zum schrittweisen Ausstieg beschleunigen den Übergang von HFKW-Kältemitteln hin zu Alternativen mit niedrigem GWP, darunter R290. Wärmepumpen mit einer Gesamtkältemittelfüllmenge von etwa 150 g sind nun für Systeme bis zu einer Leistung von ca. 8 kW realisierbar. Um derart geringe Kältemittelfüllmengen zu erreichen, muss jedoch das Hold-up-Volumen jeder Komponente minimiert werden, während Heizleistung, Wirkungsgrad und stabiler Betrieb gewährleistet bleiben.
Für Wärmepumpen-OEMs geht es bei der Entwicklung dieser leistungsstarken Systeme mit niedrigem GWP nicht nur um den einfachen Austausch des Kältemittels. Die Sicherheitsprofile der Kältemittel und die Füllmengenbegrenzungen sind zu entscheidenden Konstruktionsvorgaben für Forschungs- und Entwicklungsteams geworden, die neue Systemarchitekturen entwickeln oder Komponenten für ihre nächste Produktgeneration auswählen.
Bei brennbaren Kältemitteln wie R290 hängt die zulässige Füllmenge eng mit der Entflammbarkeit, dem Raumvolumen, der Installation und den in den Produkt- und Systemnormen festgelegten Sicherheitsfaktoren zusammen. Um einen hohen Wirkungsgrad bei gleichzeitiger Gewährleistung von Stabilität, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu erreichen, ist ein systemweiter Ansatz erforderlich.