Das Montreal-Protokoll wurde im Jahr 1987 als erstes universell ratifiziertes Umweltabkommen zum Schutz der Ozonschicht errichtet. Dabei einigten sich die Europäische Union und 197 Nicht-EU-Länder auf den schrittweisen Ausstieg aus synthetischen Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial (GWP), darunter Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW) und teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW).
Das Montreal-Protokoll verpflichtet die Industrieländer zu einem schrittweisen Abbau von FKW. Ihr Anteil soll bis zum Ende der 2040er-Jahre um 85 % reduziert werden. Um diese ehrgeizigen Ziele auch wirklich erreichen zu können, hat die EU verschiedene F-Gas-Verordnungen erlassen, die den umfassenden FKW-Ausstieg beschleunigen sollen.
Zu den Kältemitteln, deren Verwendung schrittweise reduziert werden soll, gehören die folgenden:
SWEP arbeitet eng mit Kunden und Zulieferern zusammen, um deren Systeme an den Einsatz von Kältemitteln mit niedrigem Treibhausgaspotenzial anzupassen. Unsere hocheffizienten gelöteten Plattenwärmeübertrager können für den Einsatz mit Kältemitteln aller Art optimiert werden. Zu unserem Produktsortiment gehört auch die SWEP All-Stainless™-Technologie, eine 100 % kupferfreie Produktserie, deren Lötmaterial nahezu der Zusammensetzung der verwendeten Edelstahlplatten entspricht. Die SWEP All-Stainless Technologie eignet sich ideal für anspruchsvolle Anwendungen, unter anderem mit Ammoniak, bei denen das Risiko besteht, dass Kupfer mit Kältemitteln oder Betriebsflüssigkeiten reagiert.
Natürliche Kältemittel, die sowohl ein niedriges Treibhauspotenzial (GWP) als auch ein geringes Ozonabbaupotenzial aufweisen, sind eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Kältemitteln. Kohlendioxid (CO2/R-744), Propan (C3H8/R-290), Ammoniak (NH3/R-717) und Sole sind für eine wachsende Zahl an HVAC- und Industrieanwendungen geeignet.
Wir bieten ein komplettes Sortiment an zuverlässigen und kompakten Plattenwärmeübertragern an, die auf eine optimale Funktion bei extremen Drücken ausgelegt sind, die für CO2 Anwendungen erforderlich sind. Sie bieten eine hervorragende Leistung in Kaltwassersätzen, Kühl- und Gefriergeräten sowie für Wärmepumpen, zur Leitungswassererwärmung und Wärmerückgewinnung.
SWEP hat mehrere BPHE im Angebot, die für CO2-Anwendungen geeignet sind:
Propan ist ungiftig und nicht ätzend. Es weist ein Treibhausgaspotenzial (GWP) von 3 und ein Ozonabbaupotenzial (ODP) von 0 auf. Dieses Gas zeichnet sich durch seine hervorragende thermodynamische Leistung bei geringer Kältemittelfüllung aus. Es eignet sich sowohl für den Einsatz bei niedrigen Verdampfungs- als auch bei hohen Verflüssigungstemperaturen. Propan eignet sich für viele Anwendungen, darunter Wärmepumpen und Kaltwassersätze. Es ist jedoch hochentzündlich und unterliegt strengen Sicherheitsvorschriften.
Ammoniak ist ein effizientes, umweltfreundliches Kältemittel mit einem GWP und ODP von 0. Wie Propan bietet auch Ammoniak sowohl bei niedrigen Verdampfungs- als auch bei hohen Verflüssigungstemperaturen hervorragende Wärmeübertragungseigenschaften. Ammoniak wirkt jedoch korrosiv und aggressiv auf Kupfer und eignet sich daher nur für den Einsatz mit Geräten der All-Stainless-Technologie. Außerdem ist es hochgiftig und kann unter bestimmten Bedingungen entzündliche Gemische mit Luft bilden. Aus diesem Grund unterliegt Ammoniak strengen Sicherheitsvorschriften und wird vor allem in industriellen Kühlanwendungen eingesetzt.
TDie gebräuchlichsten Solen sind Wasser-Glykol-, Wasser-Ethanol- und Acetatlösungen. Da sowohl der GWP als auch der ODP von Sole bei 0 liegt, sind sie ausgesprochen umweltfreundlich in der Verwendung. Es wird in erster Linie als sekundäres Kältemittel in Niedertemperatur-Kaltwassersätzen und in großen Kältesystemen, z. B. in Supermärkten, eingesetzt. Als sekundäres Kältemittel reduziert Sole die erforderliche Menge des primären Kältemittels, was Kosten spart und das Sicherheitsprofil des gesamten Systems verbessert.